Bilanz der Fraktion für die Regionen
Der Kanton wird in Estavayer, Romont, Bulle, Murten oder Tafers unterschiedlich erlebt. Deshalb unterscheidet die regionale Bilanz zwischen zwei Ebenen: dem, was die Fraktion Grünes Bündnis direkt für die jeweilige Region erreicht hat, und dem, was Grossrät*innen aus der Region für den ganzen Kanton Freiburg erreicht haben.
Was die Fraktion erreicht hat für …
DEN BROYEBEZIRK
Wasser, Landwirtschaft und die Entwicklung von AgriCo: Die Vorstösse der Fraktion zielten vor allem darauf ab, Transparenz zu schaffen und die Umweltauswirkungen in Entscheide einzubeziehen, welche die Region langfristig prägen werden.
Ein Mega-Schlachthof unter politischer Beobachtung
- In Saint-Aubin, verlangte Tina Raetzo Antworten zum Micarna-Projekt auf dem AgriCo-Areal: zu Umweltauswirkungen, Verkehr, Massentierhaltung und Verfahren. Die parlamentarische Anfrage zwang den Staatsrat, öffentlich zu einem Projekt Stellung zu nehmen, das mit 40 Millionen Geflügeltieren pro Jahr und mehreren Tausend Lastwagenbewegungen angekündigt wurde.
- Der Baustart ist heute verzögert. Die Vorstösse haben den Kanton dazu gebracht, Auswirkungen und Verfahren rund um dieses Projekt offenzulegen. Damit erhält die Bevölkerung konkrete Informationen, um ein für die Region bedeutendes Projekt kritisch zu verfolgen.
Wasser: ein weiterhin offenes Thema
- PFAS, Zustand der Flüsse, künftige Wasserknappheit und die Aufteilung der Ressource mit der Landwirtschaft: Tina Raetzo hat mit zahlreichen Vorstössen den Kanton zum vorausschauenden Handeln gedrängt. Mehrere Vorschläge fanden keine Mehrheit; dieser Bereich ist deshalb als ein weiterhin zu führendes Engagement und nicht als abgeschlossenes Ergebnis zu verstehen.
Die Grossrätin aus dem Broyebezirk
Tina Raetzo setzte sich zudem für die Rechte von LGBTQIA+-Personen ein, insbesondere gegen Praktiken, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität verändern oder unterdrücken sollen, und arbeitete in der Kommission am Projekt für das neue Naturhistorische Museum mit.
DEN GLANEBEZIRK
In einem ländlichen Bezirk mit guter Anbindung über Romont entscheidet sich die der gesellschaftliche Wandel bei Fragen des öffentlichen Verkehrs, bei der Energie und bei der Frage, ob die Regionen von der kantonalen Politik profitieren können.
Ein Bahnangebot, das im Alltag mehr bringt
- Die Fraktion hat den Ausbau des Angebots als Hebel für die Verkehrsverlagerung unterstützt. Seit dem Fahrplan 2025 fährt der Regio Romont–Freiburg auch abends und am Wochenende im Halbstundentakt. Das schafft mehr Möglichkeiten, heimzukehren oder unterwegs zu sein, ohne vom Auto abhängig zu sein.
Auch die Preishürde senken
- Daphné Roulin hat einen Vorstoss mitgetragen, der jährlich mindestens eine Million Franken für gezielte Tarifvergünstigungen im öffentlichen Verkehr verlangte, insbesondere für Haushalte mit tiefem Einkommen. Im Mai 2026 fand ein Teil der Forderung eine Mehrheit; die konkrete Umsetzung bleibt weiterzuverfolgen.
Erneuerbare Energien beschleunigen
- Daphné Roulin hat zudem ein angenommenes Mandat mitgetragen, das die nötigen Infrastrukturen für erneuerbare Energien fördern soll, damit ihr Ausbau auch in Gemeinden und Regionen erleichtert wird.
Die Grossrätin aus dem Glanebezirk
- Daphné Roulin hat insbesondere eine gezielte Verbilligung des öffentlichen Verkehrs für Haushalte mit tiefem Einkommen sowie ein angenommenes Mandat zum Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien mitgetragen – zwei konkrete Hebel, um den gesellschaftlichen Wandel auch ausserhalb der grossen Zentren zugänglicher zu machen.
DEN GREYERZBEZIRK
Mobilität, Landwirtschaftsflächen, lokales Holz und Biodiversität: Der Greyerzbezirk zeigt an vielen Beispielen, wie eine sehr konkrete parlamentarische Frage öffentliche Zusagen bewirken oder ein Dossier politisch unter Druck halten kann.
La Tour-de-Trême–Broc: konkrete Zusagen für den Veloverkehr
- Ein von Bruno Clément mitgetragener Vorstoss veranlasste den Staatsrat, seine Projekte zu präzisieren: Velostreifen auf Pra-Riond, ein durchgehender 3,5 Meter breiter Zweirichtungsradweg im Agglomerationsprogramm PA4 sowie die Prüfung von Verbindungen rund um La Tour-de-Trême, Broc, Epagny, Pringy und Le Pâquier.
- Das kantonale Programm 2026 führt die Verbindung La Tour-de-Trême–Broc weiterhin als Projekt, das zu 100 % dem Veloverkehr gewidmet ist. Noch ist nicht alles gebaut; die Bilanz unterscheidet deshalb klar zwischen Planung und Umsetzung.
Das Jauntal nicht mit einem ungenügenden Mobilitätsangebot zurücklassen
- Die Fraktion hat den Kanton auf Lücken im Verkehrsangebot hingewiesen, obwohl die RER-Verbindung bis Broc-Fabrique verlängert wurde. Die Verbesserung des Angebots bleibt eine Aufgabe.
Die Ressourcen der Region bewahren
- Parlamentarische Fragen befassten sich mit dem Verlust von Landwirtschaftsflächen, einem Bonus für Freiburger Holz und der Bewirtschaftung von Asche aus Holz-Fernwärmeanlagen. Die Region soll sich entwickeln können, ohne ihre Ressourcen aufzubrauchen.
Die Grossräte aus dem Greyerzbezirk
Nicolas Pasquier erreichte unter anderem, dass Gemeinden Gemüsegärten bei Mehrfamilienhäusern fördern können, und brachte die elektronische Unterschrift bei Baubewilligungen voran, um Verfahren zu vereinfachen. Bruno Clément, der bis 2025 im Grossen Rat sass, befasste sich mit Veloverbindungen, dem Verlust von Landwirtschaftsflächen und der Nutzung von Freiburger Holz. Frédéric Bussard eröffnete neue Dossiers zum verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz durch den Staat und zur Finanzierung von Mobilitätsprojekten der Agglomerationen.
DEN SEEBEZIRK
In einer zweisprachigen und landwirtschaftlich geprägten Region treffen mehrere Prioritäten der Fraktion zusammen: Gesundheitsversorgung, Inklusion, Bildung, nachhaltige Landwirtschaft und Gleichstellung der beiden Amtssprachen.
Mehr Menschen in der Pflege ausbilden
- Das neue Gesetz zur Umsetzung der Pflegeinitiative verpflichtet bestimmte Institutionen, Ausbildungsplätze anzubieten, und sieht Beiträge an die praktische Ausbildung vor. Regula Hayoz Helfer hat sich für diese Reform eingesetzt.
Zweisprachigkeit in den Institutionen leben
- Regula Hayoz Helfer hat die deutschsprachige Minderheit bei der Umsetzung des Justizgesetzes und bei der Revision der Berufsbildung vertreten. Für die Fraktion ist der Erhalt beider Sprachkulturen ebenso wichtig wie die Förderung der Zweisprachigkeit.
Auch der Biolandwirtschaft eine Stimme geben
- Im parlamentarischen Landwirtschaftsklub brachte Regula Hayoz Helfer die Anliegen der biologischen Landwirtschaft und einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft ein – in einem Umfeld, das sie als stark von bürgerlichen Positionen geprägt beschreibt.
Die Grossrät*innen aus dem Seebezirk
Regula Hayoz Helfer setzte sich für die Ausbildung in der Pflege, die Stellung der deutschen Sprache und die Anliegen der Biolandwirtschaft ein. Matthieu Aebischer verteidigte in der Kommission insbesondere ein umfangreiches Sanierungsprogramm für kantonale Gebäude, um deren Energieverbrauch zu senken. Ralph Alexander Schmid, der bis 2024 während der Legislatur im Grossen Rat sass, reichte Vorstösse zu Energieeinsparungen und zur Berücksichtigung künftiger Generationen ein.
DEN SAANEBEZIRK
Im bevölkerungsreichsten Bezirk des Kantons erfordern es Wachstum, Mobilität und der Druck auf die öffentlichen Dienstleistungen, Klima, Raumplanung und Solidarität gemeinsam zu denken.
Marly–Matran: Auswirkungen kennen, bevor es weitergeht
- Beim Strassenprojekt Marly–Matran verlangte die Fraktion, die Auswirkungen auf Klima, Natur und Kulturerbe ehrlich zu beurteilen. Das Projekt läuft weiter; es geht hier um politische Wachsamkeit, nicht um einen bereits errungenen Erfolg.
Kinder mit besonderen Bedürfnissen nach der Schule besser einbeziehen
- Ein von Laurent Bronchi mitgetragener Vorstoss dokumentierte die Schwierigkeiten von Familien, die keine geeignete ausserschulische Betreuung finden. Der Staatsrat anerkannte das Problem und sieht unter anderem mehr Weiterbildung und Ressourcen vor, damit die Einrichtungen diese Kinder besser aufnehmen können.
Ein anspruchsvollerer kantonaler Rahmen für den Klimaschutz
- Das Klimagesetz betrifft die Gemeinden des Saanebezirks direkt, insbesondere bei Gebäuden, Energie und Mobilität. Alexandre Berset, Grossrat aus dem Bezirk, spielte in der Kommissionsarbeit eine wichtige Rolle.
Die Grossrät*innen aus dem Saanebezirk
Alexandre Berset brachte insbesondere das Klimagesetz sowie Vorstösse gegen Nazi-Symbole und sexistische Werbung im öffentlichen Raum voran. Laurent Bronchi thematisierte die Schwierigkeiten bei der ausserschulischen Betreuung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Bruno Marmier arbeitete an Wahlregeln und Raumplanung. Paola Ghielmini Krayenbühl, die bis 2024 im Grossen Rat sass, trug Vorstösse zum öffentlichen Verkehr, zum Herdenschutz und zu Umweltauswirkungen bestimmter Tätigkeiten mit.
DEN SENSEBEZIRK
Der Sensebezirk verdeutlicht besonders die zweisprachige Dimension der Fraktion: Die Region zu vertreten bedeutet auch, dafür zu sorgen, dass die deutschsprachige Minderheit über starke Institutionen, Schulen und öffentliche Dienstleistungen verfügt.
Das Amt für deutschsprachigen obligatorischen Unterricht erhalten
- Intensive politische Arbeit trug dazu bei, eine Fusion mit dem französischsprachigen Amt zu verhindern. Auch die Funktion der Schulinspektor*innen blieb erhalten.
Den Campus Schwarzsee stärken
- Die Fraktion unterstützte die Weiterentwicklung des Campus Schwarzsee. Das Projekt umfasst eine Dreifachhalle und die energetische Sanierung der bestehenden Gebäude. Mit den neuen Anlagen sollen 250 bis 300 Personen für Sport- und Freizeitaktivitäten aufgenommen und über das ganze Jahr mehr Lager durchgeführt werden können.
Ein besser koordiniertes Notfallnetz
- Die Fraktion unterstützte den kantonalen Gegenvorschlag zur Notfallversorgung. Er wurde von der Bevölkerung angenommen und zielt auf eine besser koordinierte Versorgung sowie eine stärkere Rolle der regionalen Strukturen.
Die Grossrät*innen aus dem Sensebezirk
Roland Kehl setzte sich insbesondere für sanfte Mobilität und Menschenrechte ein und stellte sich gegen separate Busse für Asylsuchende. Simone Laura Grossrieder, die bis 2023 im Grossen Rat sass, trug ein angenommenes Mandat für klare und sichere Rahmenbedingungen am HFR mit und arbeitete zur Verkehrssicherheit.
DEN VIVISBACHBEZIRK
Während der Legislatur stammte kein Mitglied der Fraktion aus dem Vivisbachbezirk. Dennoch wirken sich mehrere von der Fraktion unterstützte kantonale Fortschritte konkret auf den Bezirk aus.
Unterstützung für Familien, die sie brauchen
- Familien im Vivisbachbezirk, welche die Voraussetzungen erfüllen, können neu Ergänzungsleistungen beziehen: finanzielle Hilfe, Berücksichtigung bestimmter Betreuungs- und Krankheitskosten sowie soziale Begleitung.
Ein Klimarahmen für alle Gemeinden
- Das Klimagesetz gilt auch für die Gemeinden des Vivisbachbezirks. Ziele zur Emissionssenkung, Energieeffizienz und zum Ausbau erneuerbarer Energien werden damit zu kantonalen und kommunalen Aufgaben.
Stärkere Unterstützung für das Sanieren von Gebäuden
- Die Verlängerung des erhöhten Fördersatzes von 50 % für energetische Sanierungen kommt auch Projekten im Bezirk zugute.
Kultur soll auch ausserhalb der Zentren erstrahlen
- Der Fonds für Kulturregionen und die schrittweise Erhöhung der kantonalen Mittel sollen Projekte in allen Regionen besser unterstützen – auch im Vivisbachbezirk.
Die Grossrät*innen der Region
Derzeit stammt kein Abgeordneter der Fraktion aus der Veveyse. Die GRÜNEN der Veveyse sind jedoch entschlossen, am 8. November 2026 in den Grossen Rat einzuziehen. Hier finden Sie ihre Kandidat*innen et leur Website, um mehr zu erfahren.
DIE STADT FREIBURG
Kultur, Kulturerbe, Energiewende und öffentliche Dienstleistungen: Mehrere wichtige Entscheide der Legislatur wirken sich direkt auf die Kantonshauptstadt aus.
Ein neues Naturhistorisches Museum
- Die Fraktion unterstützte eine Investition von 65,5 Millionen Franken, um dem Museum bessere Bedingungen für Empfang, Forschung und Konservierung zu bieten. Die öffentlich zugänglichen Flächen sollen sich verdoppeln.
- Das Projekt wurde im Parlament intensiv diskutiert und anschliessend von 72 % der Bevölkerung angenommen.
Eine Kulturpolitik mit neuer Dimension
- Das neue Gesetz soll die kantonale Kulturförderung bis 2035 schrittweise auf 30 Franken pro Einwohner*in erhöhen und den Zugang zur Unterstützung vereinfachen. Für eine Stadt mit zahlreichen Kulturinstitutionen und -projekten wirkt sich diese Reform direkt auf das lokale Kulturleben aus.
Jugendliche besser schützen und Familien unterstützen
- Die Fraktion hat die Bekämpfung von Mobbing und Cybermobbing vorangebracht. Ziel ist es, Prävention und Unterstützung besser zu koordinieren, wenn es zu Gewalt kommt – sowohl in der Schule als auch online.
- Sie hat sich zudem dafür eingesetzt, Eltern bei der Medienerziehung besser zu unterstützen – im Umgang mit Bildschirmmedien, problematischen Inhalten, Falschinformationen oder Online-Glücksspielen.
Die Grossrät*innen aus der Stadt Freiburg
Liliane Galley brachte insbesondere die Bekämpfung von Cybermobbing und die Kulturpolitik voran, um Jugendliche besser zu schützen und Kulturprojekte leichter zu unterstützen. Zudem engagierte sie sich in mehreren Bereichen der Digitalisierung – von der Unterstützung von Familien im Umgang mit digitalen Medien bis zur digitalen Suffizienz an Schulen. Gemeinsam mit Frédéric Bussard forderte sie zudem einen kantonalen Rahmen für einen ethischen und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien und KI in der Kantonsverwaltung. François Ingold trug die Verlängerung des erhöhten Fördersatzes von 50 % für energetische Sanierungen sowie den Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien mit. Julien Vuilleumier setzte sich für das neue Naturhistorische Museum, den Fonds für Kulturregionen und den einheitlichen amtlichen Wahlzettel ein, der Majorzwahlen übersichtlicher macht und Fehler reduziert.
Ein Team hinter den Ergebnissen
Die Bilanz ist mehr als eine Aufzählung von Motionen. Sie erzählt auch von einer Arbeitsweise: Grossrät*innen der GRÜNEN und ihre Verbündeten, Frauen und Männer, französischsprachige, deutschsprachige und zweisprachige Personen haben gelernt, eine gemeinsame Linie zu entwickeln, ohne ihre unterschiedlichen Perspektiven aufzugebenauszulöschen.
Einige Fortschritte gehen direkt auf parlamentarische Instrumente der Fraktion zurück. Andere entstanden durch einen Änderungsantrag in einer Kommission, einen Kompromiss oder parteiübergreifende Arbeit. Diese Unterscheidung ist bewusst: Die Fraktion beansprucht ihren Beitrag, nicht die Arbeit anderer.