Herausforderung

Unser Planet hat Grenzen – und wir haben sie bereits weit überschritten. Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen sind sechs von neun planetaren Belastungsgrenzen überschritten, darunter durch den Klimawandel, den Verlust der Biodiversität, die Störung des Stickstoffkreislaufs und die Landnutzung. Das bedeutet, dass wir die Grundlagen gefährden, die menschliches Leben auf der Erde überhaupt erst ermöglichen. In der Schweiz erfordert unser Lebensstil die Ressourcen von 2,8 Planeten, um unseren Konsum zu decken. Diese Übernutzung treibt den Klimawandel voran, zerstört Ökosysteme und erschöpft natürliche Ressourcen. Sie geschieht auch auf Kosten anderer Bevölkerungen – insbesondere im globalen Süden – und zukünftiger Generationen. Angesichts dieser Realität braucht es einen tiefgreifenden Wandel in unserem Umgang mit Ressourcen. Wir müssen anerkennen, dass Wasser, Böden, Luft, Energie und Rohstoffe keine unendlich verfügbaren Waren sind, sondern begrenzte Gemeingüter, die wir gemeinsam und im Einklang mit den planetaren Grenzen schützen müssen.

Vision

Angesichts der Übernutzung der Erde und der Verschmutzung unserer Lebensräume vertreten wir eine klare Vision: Die nachhaltige Bewirtschaftung von Ressourcen muss zur Grundlage jeder öffentlichen Politik werden. Für die GRÜNEN Freiburg bedeutet das, unser Verhältnis zur Natur grundlegend zu überdenken und die planetaren Grenzen ins Zentrum wirtschaftlicher, sozialer und raumplanerischer Entscheidungen zu stellen. Wasser, Böden, Luft, Energie und Rohstoffe sind Gemeingüter, die langfristig, gerecht und kollektiv verantwortungsvoll verwaltet werden müssen. Wir streben einen Kanton an, der Genügsamkeit, Kreislaufwirtschaft, lokalen Fluss von Ressourcen und den Schutz natürlicher Lebensräume fördert. Dieser Wandel ebnet den Weg zu einer widerstandsfähigeren, gerechteren und lebensfreundlicheren Wirtschaft. Er erfordert kohärentes und ambitioniertes politisches Handeln, das nicht nur ein krisenhaftes System anpasst, sondern eine echte Transformation einleitet – für eine lebenswerte Zukunft für alle.

Umsetzungsvorschläge auf kantonaler Ebene

  • Entwicklung von Lösungen in den Bereichen Bauwesen und Abfallwirtschaft, die auf Wiederverwendung, Recycling, biobasierte Materialien und Energieeinsparung setzen.

  • Strategie zur Einsparung, Bewirtschaftung und Rückgewinnung von Wasser.

  • Maximale Einschränkung der Nutzung von Kunststoffen, insbesondere Einwegplastik (z. B. bei Veranstaltungen, Fast-Food usw.).

  • Die Freiburger Wirtschaft von jeglicher Abhängigkeit von „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS) befreien.

  • Verstärkung des qualitativen Gewässerschutzes.

  • Entwicklung einer kantonalen Strategie zum Schutz der Böden.

  • Festlegung und Schutz von Versorgungsgebieten für Trinkwassergewinnungsanlagen zum wirksamen Schutz des Trinkwassers.