Für digitale Technologien im Dienst der Bevölkerung
Herausforderung
Die Digitalisierung unserer Gesellschaft wirft grundlegende Fragen zu Demokratie, Gerechtigkeit, Sicherheit und Ökologie auf. Bisher wurde der digitale Wandel von grossen Plattformen vorangetrieben – nach ihrer eigenen Profitlogik. Sie sind zentrale Akteure des Überwachungskapitalismus, eines Wirtschaftssystems, das auf der Ausbeutung der Privatsphäre durch die Sammlung persönlicher Daten beruht. Die unregulierte, massenhafte Einführung neuer Technologien gefährdet das Funktionieren unserer Gesellschaften und die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten – insbesondere durch den stark steigenden Energieverbrauch im digitalen Bereich. Geplante Obsoleszenz, gesundheitliche Probleme und Suchtverhalten, flächendeckende Überwachung, Ausbeutung von Arbeitskräften und die Verdrängung menschlicher Arbeitskraft durch digitale Techniken sind Herausforderungen, die auf kantonaler Ebene angegangen werden müssen.
Vision
Die GRÜNEN Freiburg wollen das digitale Zeitalter so gestalten, dass Digitalität allen zugutekommt und ein selbstbestimmtes, nachhaltiges Leben ermöglicht – ohne dabei soziale Beziehungen zu vernachlässigen. Die Entwicklung neuer digitaler Technologien soll den Austausch fördern, die Vernetzung erleichtern, den Zugang zu Informationen verbessern und die Mitwirkung stärken. Gesundes Mass und Unabhängigkeit sollen unsere Entscheidungen im Technologiebereich leiten. Im Sinne einer digitalen Souveränität soll sich der Kanton Freiburg von den Diensten der Tech-Giganten lösen. Er soll zur Entwicklung eines öffentlichen digitalen Dienstes beitragen – frei, dezentral, nachhaltig, demokratisch und nicht kommerziell –, der der gesamten Freiburger Bevölkerung und ihren Unternehmen zugutekommt.
Umsetzungsvorschläge auf kantonaler Ebene
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Entwicklung einer Strategie für digitale Souveränität mit dem Ziel, unabhängig von den grossen Tech-Konzernen zu werden.
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Ersatz proprietärer Software durch Open-Source-Alternativen in staatlichen Einrichtungen.
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Verpflichtung zur Nutzung von Open-Source-Software bei öffentlich finanzierten Projekten.
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Aktive Unterstützung und Beteiligung an bundesweiten Initiativen für einen öffentlichen digitalen Dienst, der die digitale Souveränität stärkt und der Bevölkerung den Zugang zu essenziellen digitalen Diensten ermöglicht – unabhängig von Tech-Giganten.
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Vermittlung von Medienkompetenz („Bildung über Digitalisierung“) statt reiner „digitaler Bildung“ in Schulen.
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Ausbau von Programmen zur Bekämpfung von Hass im Internet.
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Einschränkung staatlicher und privater Massenüberwachung sowie Verbot biometrischer Gesichtserkennung im öffentlichen Raum.
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Strategie zur Einsparung von IT-Ressourcen, insbesondere durch eine verbesserte Reparaturfähigkeit von IT-Geräten.
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Sensibilisierung und Schutz der Bevölkerung, insbesondere der Kinder, für die Risiken digitaler Hilfsmittel.
Umsetzungsvorschläge auf Gemeindeebene
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Schulung des Gemeindepersonals zu digitalen Themen, insbesondere Datenschutz.
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Einführung kommunaler Schutzmassnahmen gegen Cyberangriffe zum Schutz der Bevölkerung und ihrer sensiblen Daten.
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Durchführung von Informationsveranstaltungen und Workshops, um die Bevölkerung und die Angestellten der Gemeinde mit den Herausforderungen der Digitalisierung vertraut zu machen und ihnen zu ermöglichen, auf proprietäre Software zu verzichten.
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Verlängerung der Lebensdauer von IT-Geräten, insbesondere durch gemeinsame Nutzung.